Business Coach Ausbildung, Train the Trainer, Soft Skill Training by MINDMARKETING

Coaching Lexikon by MINDMARKETING

In unserem Coaching Lexikon finden Sie Begriffserklärungen zu Coaching. Falls Sie einen gesuchten Begriff nicht finden, nehmen Sie einfach Konatkt mit uns auf.


Affekt

Gefühl, Emotion

Affirmation

Der Begriff kommt vom lat. affirmatio und bedeutet Bejahung. Demnach lassen sich vor allem im inneren Dialog positive, in der Regel kurze, Sätze formulieren mit dem Ziel, negative Glaubenssätze und Selbstbilder umzuwandeln in bejahende, bestärkende Überzeugungen. Sie sind hilfreich bei der Ziel- und Ressourcenarbeit und wirken sich auf die äußere und innere Reaktion eines Menschen aus.

Anker

Auslösender Reiz, der einen Zustand hervorruft.

Ambivalenz

ist der Zustand sich nicht entscheiden zu können, da verschiedene Möglichkeit gleich attraktiv erscheinen. Dies kann zu inneren Widersprüchen führen und zu unentschlossenem Handeln. Ambivalenzen werden ausgelöst durch innere Wertekonflikte, wie beispielsweise Treue - versus Freiheit.

Assoziiert

bedeutet gefühlsmäßig mit einer Situation, einem Gegenstand oder einem Menschen verbunden zu sein.

Autotelische Selbst

Nach Csikszentmihalyi wird durch das autotelische Selbst die Fähigkeit eines Menschen beschrieben, sich selbst ein glückliches Leben zu ermöglichen durch den selbstbestimmten Umgang mit Situationen. Auch schwierige Gegebenheiten und Situationen können somit als positiv erlebt werden und in einen sogenannten „Flow“ umgewandelt werden. Hierfür hat Csikszentmihalyi bestimmte Charaktermerkmale festgelegt, die sich alle auf das Erleben der jeweiligen Erfahrung beziehen. Es geht um das Begrüßen von Herausforderungen, Zielsetzung, Vertiefung, Fähigkeitenentwicklung und Freude an der Erfahrung.

Bagel-Modell

Das Bagel-Modell nach Robert Dilts soll ein Ergründen der inneren und physiologischen Verhaltenszustände ermöglichen, wobei die einzelnen Buchstaben für charakteristische Merkmale stehen:

B = body posture (Körperhaltung)

A = accessing cues (Zugangshinweise)

G = gestures (Gesten)

E = eye movement (Augenbewegungen)

L = language patterns (Sprach-Muster, z.B. Milton- oder Metamodell)

Bateson Lernstrategie

Eine Technik, welche die Überwindung von Stuck-States ermöglichen soll und auf Robert Dilts Modellieren von Gregory Bates basiert. In einem blockierten Zustand fällt es uns schwer, Ideen und Lösungen zu finden. Diese Blockade soll folgendermaßen überwunden werden:

Wir übertragen das Problem/die Blockade (z.B. Beziehung) in eine Herausforderung aus einem Ressourcen-Bereich (z.B. Sport). Anschließend werden wir uns selbst bewusst darüber, welche Lösung wir für die Herausforderung aus dem Ressourcenbereich bereits kennen und regelmäßig anwenden. Abschließend übertragen wir diesen Lösungsansatz auf unser ursprüngliches Problem.

Beziehungsebene

bezeichnet den Begriff Beziehungs- und Sachebene, den Paul Watzlawick in die Kommunikationstheorie eingeführt hat. Er hat das Axiom aufgestellt, dass Menschen grundsätzlich der Beziehungsebene den Vorrang geben. Ein Verbessern der Beziehungsebene dient es auf jeden Fall, Sachkonflikte zu lösen.

Burnout

Es gibt ein sehr passendes deutsches Wort dafür: "Ausgebrannt sein", also mit seinen Ressourcen am Ende sein, erschöpft sein.

Coachee

ist der Mensch, der sich einem Coach anvertraut, oft auch Klient genannt, wobei der Begriff "Klient" eher in der Theraphie genutzt wird.

Coaching Ausbildung

MINDMARKETING bietet eine Ausbildung zum Business Coach.

Colombo-Technik

„Ich hätte da noch eine letzte Frage…“, Columbos berühmte Frage, die er stellt, wenn er bereits mit einem Fuß zur Türe hinaus ist. Inspiriert durch das Auftreten und die Vorgehensweise des Inspektors Columbo der gleichnamigen amerikanischen TV-Serie lassen sich Techniken erkennen, welche durch eine respektvolle und vermeintlich zerstreute, verwirrte und unterwürfige Art und Weise anderen Menschen Raum gibt, sich auf Ideen und Führung einlassen zu können. Auf diese Weise können sehr subtil NLP-Techniken angewandt werden und ein zielgerichtet Lösungen herausgearbeitet werden. Wesentlich für diese Technik ist, sich selbst sehr stark zurückzunehmen, genau zu beobachten, zielgerichtet nachzufragen, Interpretationen anzubieten, bescheiden und scheinbar nebenbei zu agieren. Hierbei grenzt er seine eigenen inneren Zustände von der Außenwelt ab und verbleibt in Selbstbestimmtheit mit seinen Gedanken und Gefühlen. Ihm ist es möglich, unerkannt Ablenkungen und Trance-Zustände einzuleiten, Unterbrecher und Anker zu setzen und immer auf der Meta-Ebene präsent zu sein. Ein Bespiel für solch eine Technik könnte eine bescheiden und nebenbei erscheinend gestellte Frage zu stellen wie: „Bitte entschuldigen Sie, mir kommt gerade eine Idee, von der ich nicht weiß, ob sie Ihnen hilft, aber lassen Sie mich das Ihnen kurz mal erläutern…“

Computer-Metapher

Der menschliche Geist wird analog des Beispiels eines Computers betrachtet wie ein Programm, welches auf einer Hardware, dem Gehirn, installiert ist. Diese Metapher ermöglicht eine Rückführung semantischer Eigenschaften auf die Physiologie. Betrachtet man unsere kognitiven Prozesse, kann man diese mit grundlegenden Rechenprozessen vergleichen, welche in unserem Gehirn Ausführung in einer fest installierten logischen Sprache finden. Die Relevanz im NLP wird deutlich durch die Bezeichnung als „Basisprämisse“ des NLP durch Dilts und Epstein 1992a, 20. Zudem liefert auch das Wort „Programmieren“ in diesem Kontext einen wichtigen Hinweis auf die Grundannahmen und Möglichkeiten des NLP.

Copingstrategie

ist eine Denk- und Handlungsstrategie eines Menschen, um mit Krisensituationen fertig zu werden.

Deframing

Im Gegensatz zum Reframing wird beim dem Kommunikationsprozess des Deframing eine bestimmte Bedeutung aus einem bestimmten Kontext herausgelöst ohne in eine neue Verbindung gebracht zu werden. Somit löst sich die ursprüngliche Bedeutung auf und die Situation kann aus einer anderen Perspektive heraus betrachtet werden. Dadurch entsteht Raum für neue Bedeutung oder Akzeptanz einer Bedeutungslosigkeit.

Derivation

Nach dem Meta-Modell der Sprache nehmen wir eine Unterscheidung von Tiefenstruktur und Oberflächenstruktur an. Diese Unterschiede werden durch Transformationen beschrieben. Durch eine Derivation wird eine Verbindung zwischen der Tiefen- und der Oberflächenstruktur hergestellt, dies geschieht durch eine Serie von Transformationen.

Dissoziiert

Ein Zustand, bei dem man sich emotional neutral erlebt und wenig oder keine Emotion spürt.

Down-Time

Down-Time beschreibt die Beschäftigung mit sich selbst und den eigenen Wahrnehmungen. Der Fokus ist nach innen gerichtet und liegt im Gegenteil zur Up-Time ganz auf der eigenen Gefühls- und Gedankenwelt. Diese Form der Achtsamkeit beinhaltet beispielsweise den inneren Dialog, Empfindungen, innere Bildern und sämtliche Sinneseindrücke. Dabei spielt die Außenwelt keine Rolle. Durch diese Form der Aufmerksamkeit wird ein Zugang und Bewusstwerden der inneren Repräsentationssysteme möglich.

Embedded commands

Dem Unterbewusstsein werden Vorschläge angeboten, welche konkrete Befehlsbotschaften enthalten. Diese sind aber so eingebettet, dass sie leicht angenommen werden können. Solch eine Vorgehensweise kann hilfreich sein, wenn aufgrund von negativen Vorerfahrungen eine andere Perspektive oder die gewünschte Lösung nur schwer annehmbar bzw. umsetzbar ist. Eine direkte Ansage würde dann wenig Sinn machen. Daher wird die Befehlsbotschaft verbal so verpackt, dass sie nicht bewusst abgewehrt sondern intuitiv angenommen werden kann. Ein Beispiel hierfür wäre der Vorschlag: „Es ist vielleicht schon einmal vorgekommen, dass Sie sich gefragt haben… Wie fühlt es sich wohl an, wenn Sie früh aufstehen und sich selbst voller Freude mitteilen könnten: Von heute an bist du voller Gelassenheit, Wohlbefinden und Energie!“ Unter Einbeziehung der hypnotischen Sprache gemäß Milton-Modell kann diese Botschaft zum Unterbewusstsein durchdringen und Ressourcen sowie neue Glaubenssätze erwecken.

Emotionale Intelligenz

Der Psychologe Daniel Golemann hat den Begriff Emotional Intelligenz populär gemacht: Emotional Intelligenz steht für eine Intelligenz, die inter- und intrapersonelle Kompetenz miteinbezieht. Einfühlungsvermögen, passendes Sozialverhalten und kommunikative Fähigkeiten entscheiden wesentlich mit, wie erfolgreich Menschen sind.

Evaluation

Evaluation bedeutet das Beurteilen und Analysieren von Maßnahmen, insbesondere wird der Begriff eingesetzt für die Kontrolle von Bildungsmaßnahmen sowie Maßnahmen im Gesundheitsbereich. Therapien können evaluiert werden oder auch Bildungsträger. Die Evaluierung kann sich auf den Prozess, die Methode oder die Wirkung beziehen.

Feedback

ist eine Rückmeldung in einem Kommunikationsprozess. Feedback ist ein Schlüsselbegriff moderner Kommunikationstheorien sowie systemischer Ansätze. Er bezeichnet den Vorgang von Rückmeldeprozessen. Die Fähigkeit Feedbackprozesse etablieren zu können, sowie Feedbackinhalte angemessen verarbeiten zu können, entscheidet mit über die erfolgreiche Anpassung an Systemveränderungen.

Fiktionalismus

Es wird die Fähigkeit beschrieben, sich in eine Simulation zu begeben und so zu tun „als ob“. Basierend auf der Philosophie von Hans Vaihinger macht man sich zu Nutze, dass das menschliche Gehirn zwischen reiner Vorstellung und tatsächlich Erlebtem nur unvollständig unterscheiden kann. Dieser Umstand kann in verschiedenen Kontexten genutzt werden, beispielsweise bei der Aktivierung von Ressourcen, zur Lösungsfindung und Zielerreichung.

Gestalt

Mit diesem Begriff aus der Time-Line-Therapie wird eine Aneinanderreihung von Ereignissen beschrieben, die einen bestimmten Zustand auslösen bzw. ein Kernthema (z.B. Angst) ergeben. Jedes neue Ereignis/Erlebnis reiht sich an das vorherige, wie einzelne Perlen, die durch die Gesamtheit eine ganze Perlenkette, welche beispielsweise die Emotion Angst symbolisiert, ergeben.

Gesundheit

Coaching ist für Gesunde, wer sich für krank hält geht besser zum Arzt. Psychosomatische Beschwerden, die medizinisch nicht erfolgreich behandelt werden konnten, können durch ein Coaching allerdings gelindert oder gar eliminiert werden. Ausgang solcher Coachings sind oft Themen mit Work-Life-Balance.

Hindernisse

Beschrieben werden hierdurch innere Prozesse, welche die Zielerreichung blockieren und das Problem aufrechterhalten. Robert Dilts hat sieben solcher Hindernisse sowie Vorschläge zur Auflösung der jeweiligen Blockade herausformuliert:

1. Konfusion (fehlende Zielklarheit) als Hindernis, Ressourcen Informationssammlung, Meta Modell als Lösung

2. Inhalt (fehlende Fähigkeit, aus irrelevanten Inhalten auszutreten) als Hindernis, Ressourcen genaues Wahrnehmen und Erkennen relevanter Wahrnehmungsfilter  als Lösung

3. Katastrophe (erlebte Traumata und negative Erfahrungen aus eigener Vergangenheit)  als Hindernis, Ressourcen Ankerlöschung, Dissoziieren und Neuprägungen als Lösung

4. Kontext (verinnerlichte Verhaltensmuster) als Hindernis, Ressourcen Achtsamkeit im Wahrnehmen, Verhaltensflexibilität als Lösung

5. Zweifel (fehlende Sicherheit darüber, ein Ziel erreichen zu können) als Hindernis, Ressourcen Änderung Belief, Swish-Technik, Future Pacing als Lösung

6. Konflikt (inkongruente Kommunikation, sekundärer Gewinn, heimliche Bedingungen) als Hindernis, Ressourcen Herstellung Rapport, Reframing-Technik, Verhandlungsfähigkeiten verbessern als Lösung

7. Vergleiche (eigene Erwartungen/Kriterien unangemessen festgelegt) als Hindernis, Ressourcen Chunks-Wechsel, Neugenerierung eigenes Verhalten als Lösung

Hypnocoaching

Im Hypnocoaching werden Trancephänome und hypnotische Sprachmuster genutzt, um Coachingprozesse zu intensivieren. Dabei können auch Phantasiereisen eingesetzt werden.

Interdependenz

Menschen als soziale Wesen sind wechselseitig abhängig voneinander. Sie stellen sich gegenseitig aufeinander ein und sind aufeinander angewiesen. Dieser Umstand wird deutlich in sämtlichen sozialen Beziehungen untereinander und im Kontext von Gruppendynamiken. Jedes Verhalten hat Einfluss auf eine andere Person mit Rückwirkungseffekt.

Isomorph(ie)

Dieser Begriff bezieht sich auf den Abgleich zwischen der tatsächlichen Landschaft um uns herum und dem Abbild, welches durch unsere eigenen angewendeten Filter entsteht und somit unsere innere Landkarte ergibt. Tatsächliche Landschaft und innere Landkarte sind dann isomorph, wenn die Strukturen (wie z.B. räumliche Distanz zwischen zwei Punkten) übereinstimmen und die eigene Wahrnehmung die Realität wiederspiegelt. Bei nicht-isomorphen Wahrnehmungsmodellen wirken die eigenen Filter zu stark auf unser Erleben ein und die Realität wird verzerrt, getilgt oder generalisiert.

Johari Fenster

Das Johari-Fenster ist eine Beschreibungsmatrix bewusster und unbewusster Persönlichkeits- und Verhaltensmerkmale zwischen einem selbst und anderen bzw. einer Gruppe. Entwickelt wurde es 1955 von den amerikanischen Sozialpsychologen Joseph Luft und Harry Ingham. Die Vornamen dieser beiden wurden für die Namensgebung herangezogen. Mit Hilfe des Johari-Fensters wird vor allem der so genannte blinde Fleck im Selbstbild eines Menschen illustriert.

Kalibrierte Schleifen

Durch einen (negativen) Anker, ausgelöst durch eine andere Person oder Situation, wird unbewusst ein automatisch ablaufender Kommunikationsprozess in der betroffenen Person ausgelöst. Dieser geht mit einer bestimmten (Problem-)Physiologie einher. Daraus entsteht eine Schleife immer wieder ablaufender Sequenzen, die sowohl eine Person als auch deren Kommunikationspartner betreffen kann, indem die Reaktion eine entsprechende Gegenreaktion durch die gesetzten Anker auslöst. Durch die Erlangung von Bewusstsein hinsichtlich Anker und Physiologie können automatisch ablaufende Kommunikationsprozesse unterbrochen und selbst gesteuert werden.

Kognition

Der Begriff Kognition steht für das menschliche Denken, wobei es auch das unbewusste Denken mit einschliesst.

Kongruenz

bedeutet Ähnlichkeit bzw. Deckung und wird in der Kommunikation verwendet, um auszudrücken, dass die nonverbale mit der verbalen Kommunikation deckungsgleich ist.

Kurzschließen

Diese Methode beschreibt eine spezielle Art des Spiegelns (Pacing) und findet Anwendung, wenn verbale und nonverbale Kommunikation nicht in Einklang miteinander wahrgenommen werden können. Beim Kurzschließen wird die inkongruente (widersprüchliche) Kommunikation durch den Coachee vom Coach gepact, indem der Coach ebenso die wahrgenommene nonverbale Botschaft und gleichzeitig die entgegengesetzt zu Gestik, Mimik und Körperhaltung geäußerten Worte des Coachees wiederspiegelt. Ein Beispiel hierfür wäre eine wütende Aussage mit gleichzeitig einladender und wohlwollender Gestik oder eine selbstsichere Aussage bei gleichzeitig unsicherer Körperhaltung. Durch diese Methode kann der Coach dem Coachee helfen, sich mit beiden Zuständen auseinanderzusetzen, indem der Coachee durch das Pacing durch den Coach zunächst in einen Zustand (z.B. Wut) kongruent einsteigt und seine verbale und nonverbale Kommunikation auf diesen einen Zustand angleicht. Dann kann der Coachee sich mit dem anderen Zustand (z.B. Wohlwollen) befassen und Kongruenz auf diesen bezogen herstellen. So kann von simultaner Inkongruenz auf stufenweise Inkongruenz überführt werden und ermöglicht dem Coachee die Identifikation mit beiden Polaritäten. Diese Technik kann auch Aufschluss über eigene ungelöste Thematiken des Coaches geben.

Lernen

Das Lernen ist die Basis für jeden Coachingprozess. Im Coaching erwirbt sich der Coachee neue Fähigkeiten, Einstellungen, Kenntnisse, so dass sich sein Verhalten, Fühlen und Denken verändert. Coachingprozesse sind oft intensive Lernprozesse.

Matchen

Zum einen kann sich matchen auf das Spiegeln des Kommunikationspartners beziehen. Zwei Menschen matchen bei bestimmten verbalen und nonverbalen Kommunikationscharakteristiken und stellen so eine Rapport-Ebene her. Zum anderen bedeutet matchen, den Fokus auf Gemeinsamkeiten zu legen und die eigenen Wahrnehmungsfilter auf Ähnlichkeiten bzw. Gleichheit auszurichten. Dies geschieht in der Regel unbewusst.

Mentoring

Der Mentor ist der Förderer und Mäzen. Mentoring wird heute als Personalentwicklungsmaßnahme eingesetzt. Ältere Mitarbeiter sollen dabei gezielt an einen jüngeren und unerfahrenen Mitarbeiter ihr Wissen weitergeben.

Mentor Technik

Bei dieser Technik macht man sich den Wissens- und Erfahrungsvorsprung von realen oder fiktiven Menschen bzw. Wesen zu Nutze. Mentoren können demnach Freunde, Lehrer, Vorbilder in Form der eigenen Eltern, Großeltern aber auch Superhelden, Tieren, abstrakte Charaktere und dergleichen sein. Durch die Befragung von Mentoren kann Zugang zu eigenen Ressourcen unter Vorstellung und Aktivierung innerer Wahrnehmung hergestellt werden. Die Anwendung ist vor allem bei verfahrenen Situationen (sog. „stuck states“) sinnvoll und durch das Setzen von Ankern begleitet.

Mediation

Ist ein freiwilliges Verfahren zur Lösung eines Konfliktes. Die Mediation kennt verschiedene Methoden, um Konfliktlösungsprozesse zu gestalten. Die Mediationsansätze werden in den verschiedensten Kontexten genutzt.

Muskelspannung

Nach außen hin wahrnehmbare Spannungen in der Muskulatur können Aufschluss über inneres Erleben des Kommunikationspartners sowie sich selbst geben. Emotionale Zustände werden dadurch genauso sichtbar wie bevorzugte Repräsentationssysteme. So lässt sich bei überwiegend auditiv ausgerichteten Menschen oft eine gleichmäßige Muskelspannung beobachten sowie ein Seitneigung des Kopfes. Visuelle Wahrnehmungsprozesse gehen oft mit Spannungen im Bereich der Schulter-, Nacken- und Bauchmuskulatur sowie nach vorn gestrecktem Kopf und vorgezogenen Schultern einher. Und bei vorwiegend kinästhetischem Repräsentationssystem ist eine generelle Muskelentspannung mit herabhängenden Schultern auffällig.

Neutralität

Neutralität steht in einigen Beratungskonzepten für das wesentliches Element der Haltung eines Coaches. Oft wird mit Neutralität auch eine Überparteilichkeit gemeint. Der Coach enthält sich eigener Wertungen und Stellungnahmen zu den Inhalten.

Onkel John Geschichten

Onkel-John-Geschichten sind Aufforderungen, welche in ein Zitat eingebaut werden. Ein Beispiel hierfür wäre: Onkel John sagt: „Sie dürfen sich an dieser Stelle entspannen.“ Zitate wie dieses werden u.a. im Milton-Modell der Sprache verwendet.

Organisationsentwicklung

Organisationsentwicklungen sind Maßnahmen, die die Prozesse und Strukturen eines Unternehmens oder Organisation gezielt verändert, um die Effizienz zu steigern. OE-Maßnahmen werden eingesetzt, um Ablaufprozesse oder Leitungsaufbau der Organisation zieldienlicher zu gestalten. Coaching kann begleitend bei OE-Maßnahmen eingesetzt werden, um Veränderungseinwände zu integrieren.

Parabotschaften

Nach Bandler und Grinder werden unterschiedliche Botschaften in der Kommunikation über verschiedene Outputkanäle als Para-Botschaften bezeichnet. Durch diese These grenzen sie sich von der Theorie der Meta-Botschaft nach Bateson ab, welche nonverbale Kommunikationsbotschaften als übergeordnet versteht. Die Theorie der Para-Botschaften besagt, dass es keine Hierarchie der einzelnen Botschaften gibt, sondern jede davon einen Teil der eigenen Persönlichkeit wiederspiegelt. Demnach kommuniziert eine Person inkongruent, wenn sich die einzelnen Para-Botschaften widersprechen.

Placebo

Der Placebo-Effekt ist bekannt im Kontext der Medizin/Pharmazie und beschreibt die Aktivierung der Selbstheilungskräfte durch den eigenen Glaube, wobei die Wirksamkeit des eigentlichen Heilmittels eine untergeordnete bzw. gar keine Rolle spielt. Dieses Phänomen spielt auch im Coaching-Prozess eine große Rolle und hängt stark von der Vertrauensebene zwischen Coach und Coachee ab. Je größer der Glaube an den Erfolg des Coachings ist, desto eher findet der Coachee Zugang zu seinen eigenen Ressourcen und kann an seinen Glaubenssätzen arbeiten. Dies ist die entscheidende Basis für die Wirksamkeit von Veränderungsprozessen und positiven Überzeugungen.

Polaritäten

Eine Grundannahme im Teile-Modell ist, dass jeder Mensch verschiedene Persönlichkeitsteile in sich vereint. Einige davon wirken dabei vielleicht widersprüchlich, jedoch liegt dem eine „Und-Annahme“ zugrunde, keine „Entweder-Oder-Annahme“. Ein Mensch kann Polaritäten wie z.B. Rebell und Fürsorger in sich vereinen, die einzelnen Anteile und welche Polarität gerade überwiegend vorhanden ist, sind stark vom jeweiligen Kontext abhängig. Wir zeigen unsere Polaritäten je nach Situation, wem wir uns gegenüber finden, wie wir uns fühlen und so weiter. Im NLP werden Polaritäten nicht in gut und schlecht unterteilt, sondern alle gewürdigt und als Ressourcen betrachtet, hinter jeder steckt eine gute Absicht und eine Art der Nützlichkeit. Das Bewusstsein über die Polaritäten ermöglicht beispielsweise Techniken wie das Reframing.

Polaritätsreaktion

Polaritätsreaktionen zeichnen manche Menschen aus, die gern anderen das Gegenteil beweisen wollen. Dabei spielt der Inhalt nur eine nebensächliche Rolle.Man spricht auch von Polarity Respondern.

Psychopathologie

Psychopathologie ist die Krankheitslehre der Psyche. Heute sind die psychischen Krankheitsbilder im ICD10 Schüssel klassifiziert. Coaching zeichnet sich dadurch aus, dass es keine Pathologie gibt und man davon ausgeht, dass der Coachee gesund ist.

Quelle

Die Metapher einer Quelle ist gleichbedeutend einem inneren Ort, an dem man Kraft tanken kann. Die Erzeugung der inneren Vorstellung einer (Kraft-)Quelle kann als Zugang zu eigenen Ressourcen genutzt werden und ist eine individuelle Assoziation mit dem Ort, aus dem man neue Energie schöpfen und sein eigenes Potential erkennen kann.

Rapport

Rapport ist ein Begriff aus der Hypnotherapie. Er bezeichnet das tiefe Vertrauen eines Klienten zu seinem Hypnotiseur.

Reframing

Reframing bedeutet den Bezugsrahmen einer Erfahrung auszuwechseln, um die Wahrnehmung der Erfahrung und ihre Bewertung zu verändern. Neue Blickwinkel, sollen es möglich machen anders zu reagieren.

Soziale Kompentenz

Der Terminus Soziale Kompentenz steht für die Fähig- und Fertigkeiten von Menschen ihre sozialen Interaktionen zielführend und effektiv zu gestalten. Dazu gehören Einfühlungsvermögen, Kooperations- und Konfliktfähigkeit sowie Selbstreflexionsvermögen.

Systemmatrix

In dieser Klassifikation fassen drei Dimensionen des NLP das Persönlichkeitsmodell von Dilts und Epstein zusammen. Die System-Matrix besteht demnach aus folgenden Dimensionen:

1. fünf logische Ebenen

2. drei Zeit-Ebenen (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft)

3. drei Wahrnehmungs-Positionen (1., 2., 3. Position)

Visuell vorgestellt ergibt sich aus dieser Matrix ein Würfel, bestehend aus 45 Elementen (3 mal 5 mal 3), welcher zur Problem-Analyse verwendet wird.

Trigger

Ist ein Begriff aus der Verhaltenstherapie und steht für einen Auslöser. Beispielsweise die Spinne als Auslöser einer Panikattacke. Im NLP spricht man von Ankern.

Up-Time

Die Up-Time entspricht dem Gegenteil der Down-Time und beschreibt die Beschäftigung mit der Außenwelt. Der Fokus liegt hier ganz auf den Mitmenschen, der Umwelt und Umgebung und dem Geschehen außerhalb der inneren Wahrnehmung. Konzentration auf die Außenwelt ermöglicht unter anderem, Rapport aufzubauen und genau zu beobachten.

Ur-Credo

Wolfgang Bernard hat durch eine Weiterentwicklung des NLP den Ur-Credo-Prozess entwickelt. Das Ur-Credo beschreibt die Glaubensbasis, auf welcher unsere persönliche Identität beruht, dieses ICH-Bewusstsein wird in früher Kindheit entwickelt. Der Ur-Credo-Prozess bezweckt die Entdeckung und Überschreitung dieser Identitätsbasis, die wir konstruiert haben, um in der Gesellschaft funktionieren zu können. Denn wir entwickeln sie, um uns selbst getrennt von unserer Umwelt zu erleben. Ein erstrebenswerter Prozess, der uns als Kind hilft in Gemeinschaft zu leben, uns als Erwachsene jedoch oft blockiert bei der Ergründung der eigenen Ursprünge und Erfüllung. Daher wird beim Ur-Credo-Prozess daran gearbeitet, nach dem Entdecken und Bewusstwerden des Ur-Beliefs, diesen erst einmal kurz aufzulösen durch Techniken wie Assoziation/Dissoziation mit den eigenen „Schattenseiten“ und dadurch einen inneren Zustand „vorsinnlicher Wahrnehmung“ zu erlangen. Dieser Begriff bedeutet Zugehörigkeit in einem tieferen Sinne ohne Filter in Wahrnehmung aller bewusster, unbewusster, realer und nicht realer Gegebenheiten zu erleben. Genau den Zustand, den wir zurückstellen mussten, um das Funktionieren in unserer Umwelt zu erlernen. Daraus geht die Einzigartigkeit unserer Identität, welche durch die Bezeichnung „Core State“ beschrieben wird, hervor.

Utilisation

Der Utilisationsansatz ist ein hochwirksames Veränderungsprinzip. Utilisation bedeutet, dass der Coach nutzt was der Klient tut und mitbringt, um ihm zu helfen seine Ziele zu erreichen. Klienten sind deswegen auch nicht im Widerstand, sondern es gilt Einwände zu nutzen. Als Coach kooperiert man mit dem was der Coachee mitbringt.

Verhaltensflexibilität

Gehen wir von einem an und für sich konstanten System aus, verleiht uns das Element mit dem größten Spektrum an Verhaltensmöglichkeiten den größten Einfluss auf das System. Gefordert vom Coach ist die Flexibilität, mehrere Wege zu sehen und den Klienten zur eigenen Lösungsfindung anzuregen. Die Reaktion des Klienten ist dabei ausschlaggebend für die Prozessorganisation des Coaches. Ein Widerstand seitens des Klienten gibt dem Coach den Impuls, einen alternativen Weg einzuschlagen.  

Verhaltensveränderung

Menschen können sich in verschiedenen Bereichen ihres Verhaltens verändern. Dies geschieht bewußt oder unbewußt. Verhalten besteht aus Sprache und Körpersprache, die sich bei einer Verhaltensänderung entsprechend entwickeln.

Vision

Visionen sind Träume, die es zu verwirklichen gilt. Erster Schritt dazu ist es, aus der Vision ein Ziel zu generieren.

Wahrnehmungsfilter

Wahrnehmungsfilter ist ein Begriff, um zu erklären wie es dazu kommt, das Menschen Situationen sehr verschieden wahrnehmen und dann interpretieren. Es gibt natürliche Wahrnehmungsfilter. Menschen können Radioaktivität nicht direkt wahrnehmen oder Schallwellen. Die Sinnesorgane sind dazu nicht in der Lage.

Walt Disney Strategie

Dieses Modell ordnet einen kreativen Prozess in drei Phasen bzw. drei Teile ein:

1. den Träumer

2. den Realist

3. den Kritiker

Der Träumer kennt in seiner Vorstellungskraft keine Grenzen und findet sich vor allem in der Zukunft wieder. Er zeigt Möglichkeiten, Ideen, Wünsche auf und bezieht seine Kraft aus Kreativität, Freiheit, Vorstellungskraft, Magie, Naivität, Mut.

Der Realist ist zuständig für die Umsetzungsfähigkeit in die Praxis und orientiert sich dabei an den gegenwärtigen Gegebenheiten. Dabei gleicht er die Ansätze des Träumers assoziiert auf realisierbar oder nicht realisierbar ab. Dabei helfen ihm Logik und Struktur.

Der Kritiker erhebt den Finger und warnt vor Schnellschüssen. Er zeigt auf, was es noch zu Bedenken und zu Beachten gibt vor der Umsetzung. Er greift dabei auf Wissen und Erfahrungen aus der Vergangenheit zurück und fungiert in einer Meta-Position, aus der heraus er nüchtern das bisher konstruierte Projekt auf Funktionsfähigkeit überprüft.

Die Walt-Disney-Strategie kann zur Zielarbeit einer einzelnen Person oder im Bereich Teaming verwendet werden, um unterschiedliche Charaktere Wege entdecken zu lassen, gemeinsam zielführend zu arbeiten.

Ziele

Coaching ist lösungs- und zielorientiert. Die Arbeit mit Zielen, also Zuständen, die in der Zukunft liegen und sich vom jetzigen unterscheiden, ist elementarer Bestandteil im Coaching. Wohlgeformte Ziele genügen gewissen Kriterien.

Zugangshinweise

Eine im NLP wesentliche Grundannahme ist das individuelle Erleben durch die sinnliche Wahrnehmung über verschiedene Repräsentations-Systeme. Für einen Beobachter kann nach außen hin sichtbar sein, über welches der fünf Repräsentations-Systeme eine Person ihr Erleben augenblicklich überwiegend wahrnimmt (Referenz-System). Hierfür existieren sehr subtil wahrnehmbare, non-verbale Zugangshinweise wie Augenbewegungen, Körperhaltung, Muskelspannungszustände, Atmung, Mimik und Gestik.


Referenzen

  • Barbara Witte
    "Nach diesen beeindruckenden 2 Tagen mit Live Demos, an denen man selbst spüren kann, was für wunderbare Methoden und Formate es gibt, traf ich eine eindeutige Entscheidung, meinen beruflichen Weg mit voller Energie auf das Coaching auszurichten. "
  • Kurt Herzig
    "Ich habe es Rolf Söder nicht immer leicht gemacht – das war spannend und er souverän. Alles in allem wertvolle Menschen kennengelernt, an wertvollem Lernstoff geschnuppert und die Lust zum Weitermachen wurde entfacht."
  • Astrid Kellenbenz
    "Die Ausbildung zum Systemischen Coach hat mich gefordert und verändert: Natürlich habe ich viel über das Coaching, seinen Prozess und die dazu gehörigen Interventionen gelernt. Genauso viel aber, wenn nicht sogar mehr über mich selbst."
  • Oliver Walter
    "Die Atmosphäre innerhalb der Gruppe war ausgezeichnet und die Ausbildung dank vieler Demonstrationen und Übungen lebendig und praxisorientiert."

Akademie

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  • Deckblatt Ebook Management 1
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