trainer-institut.de

Neue Webstite online

Seit einigen Jahren beschäftige ich mich nun intensiv mit Trainerweiterbildung. Um dieser Aktivität einen sauberen Rahmen zu geben, gibt es nun ein eigenes Label, sowie die dazu gehörige Homepage.

Dort sind alle Informationen zu Train the Trainer Kursen, seien es offene Seminare, inhouse Angebote oder Trainings on the Job, hinterlegt. Weiterhin gibt es auf trainer-institut.de auch viele Informationen rund um die Erwachsenenbildung. Natürlich wird dort genauso aktualisiert und neuer Content hinterlegt.

Für das Trainer-Institut suche ich auch weitere gestandene Trainer, die ihr Wissen weitergeben möchten und freue mich, wenn dazu Interesse besteht. Welche gemeinsamen Projekte wir dann starten können, besprechen wir am besten persönlich, also einfach melden.

Viele Grüße Rolf Söder

Hypnose im Business

Manager in Trance

Vor ca. 15 Jahren war ich zu einem ersten Gespräch bei einem großen Stromkonzern, der einen Coach für die Region Frankfurt suchte. Irgendwie sind die Personaler auf mich gekommen und hatten mich eingeladen. Es entwickelte sich ein angenehmes Gespräch. Nach ca. 45min fragte mich einer der Kolleginnen, welche Methoden ich denn einsetze im Coaching. Ich erwähnte NLP, Systemik, TA und auch TZI, was alles auf Verständnis stieß. Als sich dann allerdings erwähnte, dass ich auch eine Hypnoseausbildung habe und Hypnose einsetze, war das Gespräch schnell vorbei.  Meinen Tasse Kaffee konnte ich noch austrinken, aber dann husch, husch raus hier.

Mittlerweile hat sich einiges verbessert mit der "Reputation" von Hypnose und Trance. Ich denke das liegt daran, dass die Sparte "Showhypnose" nicht mehr komplett meinungsbildend ist und sich das Verständnis für die Methode ändert. Immer öfter treffe ich Menschen in Unternehmen, die bereits autogenes Training, Meditation oder Trance nutzen, um die eigenen Ressourcen besser zu steuern. Daher spielt Hypnose auch in unserer Business Coach Ausbildung eine wesentliche Rolle, wenn es zu "Storytelling" kommt.

Allerdings geistern immer noch genug, wenn überhaupt, "Halbwissende" durch die Welt des Coachings, der Therapie und der Beratung. Ich lese auch im Netz gruselige Fehlannahmen und Fehldefinitionen, noch nicht einmal der Unterschied zwischen Hypnose (der ablaufende Prozess) und Trance (der Zustand des Coachees) werden sauber formuliert. Man schaue nur einmal kurz in Social Media, wie viele "Geistesheiler" Ihre vielfältigen Dienste anbieten. Kein Wunder also, dass sich jemand der einen seriösen Berater/Coach sucht auf der Hut ist

Wenn ich nun meine 20 Jahre "Coach-Dasein"  Revue passieren lasse, dann würde ich sagen, in so gut wie allen meiner Coaching-Sessions haben Hypnose-Elemente ihren Platz gehabt. Auch beim Business-Training , wenn es beispielsweise um Leadership oder Vertrieb geht, nutze ich hypnotische Sprachmuster. Irgendwie geht es auch nicht ohne......Geschichten, Metaphern und Analogien erfolgreich zu kommunizieren.

"Menschen können nicht nicht in Trance gehen" fällt mir dazu ein, in Analogie zu Watzlawiks "Menschen können nicht nicht kommunizieren". Und das ist gut so! Finden doch in den Übergangsphasen zum Schlaf sehr wichtige und nützliche Prozesse statt. Trancezustände offenbaren sich durch viele Phänomene, die mittlerweile auch durch neuronale Messungen in verschiedenen Hirnregionen nachgewiesen werden.

Da ist beispielsweise das In-Sich-Versinken, was einhergeht mit dem Nachlassen der Wirkung auf Reize von außen, bis hin zur Schmerzunempfindlichkeit. Gemessen wurde, dass die Aktivität im sogenannten Salienz-Netzwerk sinkt, welches dafür zuständig ist, wie stark wir auf Reize reagieren.

Oder die Verbindung zwischen präfrontalen Kortex und dem sogenannten Default Mode Netzwerk, welchen wir auch als Bewusstsein oder Konzentration bezeichnen wird schwächer. In Trance zeigt sich das dadurch, dass wir offen für Neues sind und uns führen lassen, also Kontrolle über uns aufgeben.

Wir kommen der Sache also näher. Trance und Hypnose werden mehr und mehr erklärbar. Ob wir das jemals ganz schaffen, wage ich zu bezweifeln, da wir mit unserem Gehirn unser Gehirn versuchen zu erklären, ob das mal so umfänglich klappt. Nichts desto trotz finde ich es nützlich, mehr und mehr darüber zu erfahren, was da eigentlich passiert, wenn wir in Trance gehen.

 Kommt es heute vor, dass ich in einem Kennenlern-Gespräch gefragt werde, welche Techniken ich einsetze, erwähne ich als erstes Hypnose und Trance und erzähle die Geschichte von damals. Meist lauschen die Gesprächspartner gespannt. Nach der Geschichte versuche ich den Beteiligten dann zu erklären, dass sie gerade ein wenig in Trance waren.

Viele Grüße, Rolf Söder

 

 

Kinder werden "beschult"...Erwachsene auch!

Erwachsenenbildung funktioniert nicht wie Schule.

Weiterbildungen sind in Unternehmen an der Tagesordnung und lebenslanges Lernen wird mehr und mehr zur Schlüsselqualifikation. Mittlerweile haben das die meisten Organisationen begriffen und halten entsprechende Ressourcen vor. Konfrontiert werde ich dabei immer wieder mit zwei "No-Gos".

Das erste No-Go ist die Verwendung des Begriffs "Schulung" und das will ich auch gerne erklären. Nach wie vor wird vielen Unternehmen von Schulung, anstatt von Training oder Weiterbildung, gesprochen. Der Begriff Schulung erklärt auch, weshalb es in vielen Seminaren so zu geht, wie es zu geht, nämlich öde, langweilig und mit endlosen Monologen und Powerpoint-Schlachten des Seminarleiters gestaltet. Schule, so wie wir Sie erlebt haben und teilweise immer noch erleben, presst Menschen in feste Strukturen, die sich andere (LehrerInnen) für sie ausgedacht haben. Der Lehrer ist Autorität und bestimmt über die SchülerInnen in jeder Sicht.  Genau dieses Bild hat sich bei uns verankert, nachdem wir jahrelang "beschult" worden sind.
Jetzt sind wir erwachsen. Unbewusst bestimmt aber genau diese "Schulerfahrung" unser Verhalten, sei es als Teilnehmer oder als Lehrer/Trainer. Erwachsenenbildung funktioniert so nur schlecht. Und das beginnt damit, dass man seinen Weiterbildungsbereich immer noch mit dem Wort Schulung "verseucht". Es gibt Schulungen, Schulungsräume, Schulungsprogramm, Schulungsbeauftragte, und vieles mehr. Jetzt sagen Sie vielleicht, ist doch nur ein Wort......ja, aber überlegen Sie einmal, was genau es bei Ihnen auslöst. Wenn Sie zu den wenigen Menschen gehören, bei denen "Schule" positive Erinnerungen auslöst, schön! Dann schadet es aber auch nicht, als Erwachsener von Training oder Bildung zu sprechen. Also weg mit dem Wort "Schulung" aus der Erwachsenen-Bildung und rein in Training, Bildung, Entwicklung für Erwachsene oder sonstige "angemessene" Formulierungen.

No-Go Nummer zwei ist das Thema Nachhaltigkeit. Immer wieder werde ich gefragt, wie können wir denn dafür sorgen, dass unsere Teamkommunikation, unsere Führung oder unser Umgang mit Kunden sich "nachhaltig" entwickelt. Meine Antwort ist immer die Gleiche:  Indem man nachhaltig daran arbeitet. Das bedeutet Entwicklungsprogramme für Mitarbeiter oder Teams zu gestalten und die entsprechenden Ressourcen bereit zu stellen. Und bei der Planung einmal über das Jahr hinaus denkt. Leider geschieht dies in den wenigsten Unternehmen. Klar, es gibt Budgets und es wird geplant. Aber etwas aufzufrischen, zu wiederholen und zu vertiefen ist unattraktiv. Wer seine "Schulung zur Führungskraft" absolviert hat ist "fertig". Wo sind die regelmäßigen Refresher, die Updates, die Reflexionen und die regelmäßigen Evaluierungen?

Schule ohne Nachhaltigkeit, mal Hand aufs Herz, was wissen wir noch von dem Gelernten aus Geschichte, BWL oder Physik......schade, oder?

Viele Grüße, Rolf Söder

 

Virtuelles Training

Vorteile/Nachteile

Was sind die Vorteile von Online-Training?

Die Vorteile von Online-Training liegen auf der Hand:
Es ermöglicht, unabhängig von Ort und Uhrzeit lehren/lernen zu können. Voraus gesetzt ein Internetzugang da ist, kann von Trainer und Trainee auf das Lernmaterial zugegriffen werden. Da in der Regeln von zuhause trainiert werden kann entfallen Aufwände für Reisen und Kosten. Darüber hinaus wird dadurch die Umwelt geschont.

Welche Nachteile bringt Online-Training mit sich?

Es zeigt sich immer mehr, dass Lernen auch eine soziale Komponente hat, die man nicht unterschätzen darf. Die "Gruppe" in Ihrer Dynamik kann, wenn vom Trainer richtig gesteuert, ein erhebliches Maß an Lernerfolg generieren Im Online-Training fehlt diese Dynamik jedoch zum Großteil, da der Austausch zwischen den Teilnehmern limitiert ist. Ein Beispiel dafür sind Pausen, in denen im Präsenztraining oft über das Gelernte gefachsimpelt wird.
Hauptnachteil ist jedoch, dass das Vermitteln von Können nur schwer transportierbar ist.

Der Projektleiter als Coach

Das Projekt läuft nicht.........klar, es hat ja keine Beine!

Das neue Projekt ist da. Nun geht es los mit der eigentlichen Arbeit. Die Aufgaben und Zuständigkeiten werden verteilt. Wie schön wäre es doch, wenn es nun einfach laufen würde und das Projekt termingerecht abgeschlossen wird.

Leider kommt es im Alltag zu unerwartet auftretenden Schwierigkeiten. Am schnellsten und deutlichsten ist das an der Überschreitung von Terminen zu merken. Plötzlich ist Sand im Getriebe und es kommt zum so genannten Storming, einer Phase im Teamprozess, in der all das geklärt werden muss, was seither nicht geklärt wurde. Problem ist aber nicht das Projekt, sondern das die Menschen, die am Projekt mitwirken, nicht so performen, dass es vorwärts geht. "Ein Projekt kann nicht laufen, es hat keine Beine!"

Nun gilt es als Projektleiter methodisches Know-How zu nutzen, um den Prozess, eigentlich die Menschen, wieder ins Laufen zu bringen. Fachliches Wissen und Können reichen dazu leider oft nicht aus. Nun kann es helfen helfen den Prozess die Projektbeteiligten zu coachen.

Dazu braucht es methodisches Wissen um Gruppenprozesse und Kommunikation. Schwierig wird es dabei für den Projektleiter, wenn er fachlich zu sehr eingebunden ist und versucht mit seiner Fachkompetenz das Projekt zu führen. Wie man dieses Problem lösen kann, habe ich mit einem Unternehmen von etwa 600 Mitarbeitern erlebt.

Ziel war es zunächst die Führungskräfte zu sensibilisieren für Gruppenkommunikation und fachübergreifende Prozesse. Daraus ist schnell eine Workshopreihe entstanden. Im Laufe dieser Reihe ist dann immer deutlicher geworden, dass fachliche Kompetenz eines Projektleiters oft eine Krux ist, denn der jeweilige Leiter möchte natürlich auch seine eigenen Vorstellungen verwirklichen. Das ist ganz natürlich, jedoch für den Prozessfortschritt nicht immer dienlich. Dafür das Bewußtsein zu schaffen, war somit der erste Schritt.

Daraufhin haben die Führungskräfte sich zu einem Versuch entschlossen. Sie haben begonnen abteilungsrelevante Projekte nicht mehr selbst zu moderieren, sondern einen Kollegen einzusetzen, der fachlich weniger Einblick hat und sich dadurch mehr auf Methode und Prozess konzentrieren kann. Nach anfänglichen Bedenken, hat sich die Projekttermin-Treue um sage und schreibe 70% verbessert.

Als Nebeneffekt hat sich noch herausgestellt, dass derjenige, der ein Projekt in einem anderen Bereich moderiert, automatisch mehr Überblick über das gesamte geschehen des Unternehmens bekommt. Kleines Fazit: "Fachkompetenz wird überschätzt!"

Coaching ist mehr, als Probleme besprechen mit einem guten Zuhörer, der lösungsoriertierte Fragen stellt. Coaching ist auch eine prozessorientierte Vorgehensweise, die dafür sorgt Projekte ergebnisorientiert zu führen. Ich beobachte in vielen Unternehmen, das Fachwissen im Überfluß vorhanden ist, es allerdings zielgerecht "auf die Straße zu bringen" ist die eigentliche Herausfoderung. Dazu können Coaching-Methoden einen guten Beitrag leisten.

Viele Grüße, Rolf Söder

ps.: "Ein Projektleiter, der glaubt ein Projekt zu leiten, der glaubt vermutlich auch, dass ein Zitronenfalter, Zintronen faltet!"

Referenzen

  • Barbara Witte
    "Nach diesen beeindruckenden 2 Tagen mit Live Demos, an denen man selbst spüren kann, was für wunderbare Methoden und Formate es gibt, traf ich eine eindeutige Entscheidung, meinen beruflichen Weg mit voller Energie auf das Coaching auszurichten. "
  • Kurt Herzig
    "Ich habe es Rolf Söder nicht immer leicht gemacht – das war spannend und er souverän. Alles in allem wertvolle Menschen kennengelernt, an wertvollem Lernstoff geschnuppert und die Lust zum Weitermachen wurde entfacht."
  • Astrid Kellenbenz
    "Die Ausbildung zum Systemischen Coach hat mich gefordert und verändert: Natürlich habe ich viel über das Coaching, seinen Prozess und die dazu gehörigen Interventionen gelernt. Genauso viel aber, wenn nicht sogar mehr über mich selbst."
  • Oliver Walter
    "Die Atmosphäre innerhalb der Gruppe war ausgezeichnet und die Ausbildung dank vieler Demonstrationen und Übungen lebendig und praxisorientiert."

Akademie

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Business Coach

Train the Trainer

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E-Books

  • deckblatt ebook coaching allgemein
  • nlp lexikon deckblatt homepage
  • Titel Coaching-ebook 1
  • Deckblatt Ebook Management
  • Titel Tagebuch Coaching Ausbildung 1