Business Coach Ausbildung, Train the Trainer, Soft Skill Training by MINDMARKETING

Systemisch oder nicht?.......

....das ist hier die Frage!

Immer wieder fragen mich Interessenten nach dem Begriff Systemik oder systemisches Coaching. Wenn ich dann nachfrage weshalb, bekomme ich in der Regel zur Antwort, weil es mir wichtig ist systemisch coachen zu können. Hmmmmm....

Hier ein paar Gedanken und Fakten dazu. Zunächst einmal ist der Begriff "Systemisches Arbeiten" in der Therapie entstanden, unter anderem aus den Erkenntnissse von Virginia Satir und der Familientherapie. Irgendwann hatten sich dann systemsiche Therapie oder systemische Beratung als Begriffe etabliert. Gemeint ist damit, dass man in einem Veränderungsprozess grundsätzlich berücksitigen sollte, welche Einflüsse sich aus bzw. auf die einzelnen Lebensbereiche (Systeme) ergeben und wie diese bestenfalls die Veränderung unterstützen können.

Als nun vor etwa 15 Jahren der Coaching-Markt zu boomen begann, etablierten sich auch systemische Coaching-Ausbildungen. Das Wikipedia sagt dazu:
Systemisches Coaching bezeichnet allgemeine Beratungsgespräche bei alltäglichen Fragen der persönlichen Lebensführung im beruflichen und privaten Bereich. Es wird von einigen Kritikern als eine Wortschöpfung verschiedener kommerzieller Anbieter und Verbände zu Werbezwecken bezeichnet. Sie diene der Abgrenzung (Differenzierung) gegenüber konkurrierenden Coaching-Anbietern. Validierte Studien über die Wirksamkeit liegen nicht vor. Eine staatlich oder wissenschaftlich anerkannte, fundierte Ausbildung existiert ebenfalls nicht, was allerdings im Beratungsbereich insgesamt unüblich ist. Der Bezug zur „Systemischen Therapie und Beratung“ (auch als psychotherapeutische Richtung) ist ungeklärt bzw. genau das zu klärende Verhältnis, wo keine Einheitlichkeit der Auffassungen vorherrscht.

Ich finde das bringt es ziemlich auf den Punkt. Es gibt also keine saubere einheitliche Definition, im Gegenteil das "Systemische" hört sich einfach gut an und wird auch zu Werbezwecken genutzt. Ich finde das ist auch nicht weiter verwerflich, nur etwas verwirrend für den Interessenten.

Und nun mein ganz persönliches Statement dazu. Eine Coaching-Ausbildung muss grundsätzlich systemische Ansätze vermitteln, sonst fehlt ein wichtiger Aspekt. Ob das nun mit dem Ökologie-Check aus dem NLP, Aufstellungsarbeit und/oder systemischen Fragetechniken erfolgt, ist zweitrangig...am besten mit möglichst vielen solcher Ansätze.

Wichtig ist also nicht was draufsteht, sondern was drinn ist. Sollten Sie sich für eine Coaching-Ausbildung interessieren, bedenken Sie, dass keine dieser Titel irgendwie geschützt ist. Verbände liefern dazu zwar gewisse Standards, jedoch sind das Berufsverbände, die eher Interessensvertretungen sind, und zwar für die eigenen Interessen. Ein toller Titel bedeutet also nicht automatisch ein toller Coach.

Nach nun 20 Jahren in der "Szene" habe ich viele Titel kommen und gehen sehen, so wie etwa Holistic-Coach oder Integral-Coach. Die sind irgendwie wieder verschwunden. Bei Interesse an einer Coaching-Ausbildung, empfehle ich folgende Kriterien zu prüfen:

  • Hoher Praxisanteil während der Ausbildung, min 50%
  • Supervisions-Sequenzen für die Teilnehmer während der Präsenszeiten
  • Zwei oder mehr Lehrcoaches
  • Modularer Aufbau
  • Vertraulichkeit ist oberstes Gebot
  • Humor, Spaß und Leichtigkeit
  • Keine Verstrickungen unter den Teilnehmern
  • Eine Location mit Außenbereich und Rückzugsmöglichkeiten

Und vor allem rate ich, sich auf sein Bauchgefühl zu verlassen. Dazu bieten seriöse Ausbilder immer Möglichkeiten einmal zu schnuppern oder sich vorab kennen zu lernen.

Viele Grüße, Rolf Söder

Pimp my meeting!

Wollen Sie Ihre Meetings effizienter und spannender gestalten?

Gerade diese Woche habe ich es wieder hautnah mitbekommen dürfen: Regelmäßige, langweilige und nervige Meetings sind ein häufiger Kritikpunkt in vielen Unternehmen und Organisationen. Die Gründe dafür sind endlos:

  • Einzelne Teilnehmer ergießen sich in Selbstdarstellung.
  • Fragen werden abgetan als Zeichen von Doofheit.
  • Probleme werden so breit getreten, dass Teilnehmer depressiv werden.
  • Präsentationen arten in "Betreutes Lesen" aus.
  • Powerpoint-Schlachten werden gefochten und nach 20min sind 2/3 der Teilnehmer "mental verreist".
  • Zwei Teilnehmer oder Parteien verhacken sich und bekommen die Kurve nicht mehr.
  • etc..................

Das sind nur einige Beispiele für das "An die Wand fahren" einer Besprechung oder Meetings. Erstaunlich ist, dass bei der Befragung von Managern, was denn der Zweck ihres Meetings sei, so gut wie immer ein Statement kommt, wie etwa:

"Wir treffen uns mit Agenda und Ziel für die Besprechung um bspw. Probleme lösen oder Informationen auszutauschen".

Alles schön und gut! Was man jedoch kaum hört ist, dass man die Besprechung auch nutzt, um eine gute und motivierende Stimmung herzustellen. Spaß haben und mit Kollegen und Mitarbeitern eine gute Zeit verbringen ist bei vielen Managern gar nicht auf dem Schirm! Stellen Sie sich ein Team vor, dass gut gelaunt ein Meeting beendet und die Teilnehmer diesen Schwung mit ins Unternehmen bringen, was für ein Schneeball, der dann ins Rollen kommen kann. Jedes Meeting ist eine tolle Chance für ein gemeinsames Event zu sorgen, Vertrauen zu schaffen und Spaß zu haben! Aber nein, wir machen wieder das gleiche, langweilige Treffen, weil es geht ja doch nicht anders mit den Teilnehmern!

Mit ein bißchen Kreativität wird Ihre Besprechung lebendiger, krativer und spannender für alle Beteiligte. Die Besprechung steht und fällt mit dem Moderator und zwar nicht nur was Struktur und Ergebnis anbetrifft. Der Moderator ist auch für Stimmung, Spaß und Kreativität verantwortlich, also nutzen Sie diese tolle Chance!

Wie man das tun kann und dass dafür vielleicht gar keine großen Veränderungen nötig sind vermittelt unser Tages-Workshop "Pimp my Meeting".

Viele Grüße, Rolf Söder

Zaubern mit dem Flipchart!

Ergebnisse aus der Flip-Session März 2018

Ich denke die Ergebnisse sprechen für sich. Was so an einem Tag an Kompetenz entstehen kann! Hier geht es zum Flipchart-Seminar!

              

          

Zwei NLP & Coaching-Abende

Neuauflage

Seit wir Ende letzten Jahres unsere NLP & Coaching-Abende eingestellt haben, mehren sich die Nachfragen, ob wir die Abende nicht weiterführen wollen. Daher habe ich mich entschieden für März und April, auch im Vorfeld der im Mai 2018 startenden Coaching Ausbildung, zu zwei Abenden einzuladen. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Die beiden Termine dienen auch dazu einen ersten Eindruck zu gewinnen, wie NLP & Coaching eingesetzt werden können. Hier also Termine, Location und sonstige Infos:

"Hypnose & Trance im Coaching" am 27.03.2018
19:00-21:30 Uhr, 25,00€ Teilnahmegebühr, Franziskushöhe Lohr am Main
An dem Abend geht es darum, wie hypnotische Sprachmuster im Coaching eingesetzt werden können, um ziel- und lösungsorientiertes Denken und Handeln zu fördern.

"Systemik & Aufstellungsarbeit" am 24.04.2017
19:00-21:30 Uhr, 25,00€ Teilnahmegebühr, Franziskushöhe Lohr am Main
Wie eine systemisch kompatible Veränderung gestaltet werden kann, wird ganz besonders deutlich, wenn mit dem Tool "Aufstellung" gearbeitet wird. Der Abend gibt einen Einblick und bietet auch die Möglichkeit ein eigenes Thema zu stellen.

Anmeldungen zu den Abenden bitte per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , freue mich auf bekannte und neue Gesichter.

Viele Grüße, Rolf Söder

 

 

Der "Fehler" und der "Richtiger"

Plädoyer für den "Richtiger"

Fuck-Up-Nights sind der neueste Versuch Fehler, Niederlagen oder sonstigen Patzern in ein neues Licht zu setzen. Ich finde den Ansatz prima. Fehlerkultur..... wir alle machen Fehler und wollen daraus lernen. Das es dazu Fuck-Up-Nights gibt, zeigt mir, was für ein verheerendes Tabu es immer noch ist Fehler zu machen. Und auf der Bühne sind natürlich nur Menschen, die es irgendwann einmal verkackt haben aber mittlerweile wieder alles im Griff haben, erfolgreich und smart referieren, wie das Leben funktioniert, also Gewinner im landläufigen sind.

Es scheint so, als seien wir wesentliche fokussierter auf das was nicht funktioniert. Nicht nur in den Nachrichten auch bei Aldi in der Schlage an der Kasse, geht es darum was schief gegangen ist. Wir haben demnach eine Konzentration auf den Fehler, das Problem. Ein Kunde sagte einmal, wir sind sehr gut darin uns selbstzentriert auf unsere Fehler zu fokussieren.

Irgendwie haben wir es immer wohl noch nicht gelernt uns mehr damit zu beschäftigen, was gut läuft und daraus mehr zu machen. 95% laufen gut, 5 % nicht und die 5% bekommen 95% Prozent Aufmerksamkeit. Ich bin absolut dafür, dass wir aus Fehlern lernen sollen. Es muss analysiert werden, was schief gelaufen ist oder läuft, und was kurz-, mittel- und langfristige Abstellmaßnahmen sind. Da sind wir, wie ich meine, auch schon ziemlich weit, ich denke da an all die Qualitätsmanagement-Systeme. Die haben Ihre Berechtigung und viel Positives bewirkt.

Eine wahre Geschichte:
Vor einiger Zeit war ich bei einem Produktionsunternehmen mit dem Auftrag unterwegs: "Was können wir tun, um die Stimmung und Atmosphäre zu verbessern?" Nach einigen Tagen, die ich in Einzelgesprächen mit Mitarbeitern des Unternehmens verbracht hatte, nahm ich teil an der morgentlichen Besprechung der Manager, der sogenannten Stehung. Stehung fand und finde ich cool, weil es da schwerer fällt, in ewig lange Monologe oder Diskussionen zu verfallen. So war das auch, alles kurz knapp und nach 30 min vorbei. Nachdem ich nach 3 min inhaltlich nicht mehr folgen konnte, habe ich mich darauf konzentriert Worte zu zählen. Nach etwa 10min, das Wort lief reihum, jeder Manager erzählte aus seinem Bereich, hatte ich folgendes Resultat:

67 mal das Wort "Problem"
5 mal das Wort "gut"

Ok, vielleicht ein erster Hinweis wo die schlechte Stimmung herrühren konnte, vielleicht ein spezieller Tag, waren meine erste Deutung. Natürlich war ich am nächsten Morgen wieder da, und erlebe ein ähnliches Szenario, ach ja, was ich nicht wahrgenommen hatte, war: Wenn alles gut war, kam als Beschreibung: "Tagesgeschäft". Dieses Schauspiel habe ich drei Tage am Stück erlebt, bemerkenswert waren auch die Mienen der Teilnehmer nach der Stehung. Kein Wunder, 20min, am Beginn des Tages, Probleme, Schwierigkeiten, Ungewissheit, schwerer Tobak! So gingen die Teilnehmer dann als Multiplikatoren in Ihre Bereiche.

Okay, Feedback meinen Auftraggeber, Problem nur, der Auftraggeber ist der Leiter des morgentlichen Treffens. Okay, kein großes Problem, er kann das Feedback gut nehmen und fragt sofort, was können wir ändern? Wir haben dann zwei Dinge geändert. Erstens den Raum, in dem die Stehung stattfand, und zweitens musste jeder Teilnehmer einen Erfolg berichten in der Stehung, fertig. Das neue Procedere brauchte zwei Monate, um sich zu verselbstständigen, dann drehte sich auch die Stimmung im gesamten Werk, bis der CEO abberufen wurde und ein Neuer kam. Der konnte diesen Quatsch mit der Selbstbeweihräucherung nicht leiden und wollte statt dessen "echte" Probleme besprechen. Heute, etwa drei Jahre später,  gibt es den Produktionsstandort mittlerweile nicht mehr. Er wurde wegen zu schlechter Ergebnisse von der amerikanischen Zentrale geschlossen. Ob das etwas mit der Stimmung zu tun hatte? Ich behaupte ja!

Wenn wir das ganze einmal linguistisch, also sprachlich betrachten, so zeigt sich, dass es für das Substativ  "Fehler" kein Gegenteil in unserem Sprachgebrauch gibt. Das Wort "Erfolg" kommt da wohl noch am nächsten. Gefühlt nutzen wir das Wort "Erfolg" allerdings für etwas besonderes, was wir geleistet haben. Für die tagtäglichen Situationen, beispielsweise "über die Straße gehen" oder die "Schuhe binden", im geschäftlichen Kontext "den Auftrag holen" oder das "Projekt lebendig gestalten" werden wir eher selten das Wort Erfolg nutzen. Ich vermute einmal es hat etwas damit zu tun, dass wir Dinge, die wirregelmäßig und routiniert ableisten, eher als normal bezeichnen. Nur am Anfang steht da ein gewissen Zauber und damit Erfolg. Der erste Auftrag eines neuen Kunden wird als Erfolg verbucht, die Leistung und die Anstrengung die vorher geleistet wurde, wird quasi ausschließlich auf diesen ersten Erfolg gebucht. Die Folgeaufträge sind dann normal.

Um diese Normalität ein wenig mehr zu würdigen, schlage ich vor, wir führen ein neues Wort als Gegenteil von Fehler ein, den "Richtiger".

Ich bin gespannt, ob ich mit dem kleinen Artikel einen "Richtiger" landen konnte, Sie zum Nachdenken angeregt habe und freue mich natürlich über Kommentare.

Viele Grüße, Rolf Söder

 

 

 

 

Referenzen

  • Barbara Witte
    "Nach diesen beeindruckenden 2 Tagen mit Live Demos, an denen man selbst spüren kann, was für wunderbare Methoden und Formate es gibt, traf ich eine eindeutige Entscheidung, meinen beruflichen Weg mit voller Energie auf das Coaching auszurichten. "
  • Kurt Herzig
    "Ich habe es Rolf Söder nicht immer leicht gemacht – das war spannend und er souverän. Alles in allem wertvolle Menschen kennengelernt, an wertvollem Lernstoff geschnuppert und die Lust zum Weitermachen wurde entfacht."
  • Astrid Kellenbenz
    "Die Ausbildung zum Systemischen Coach hat mich gefordert und verändert: Natürlich habe ich viel über das Coaching, seinen Prozess und die dazu gehörigen Interventionen gelernt. Genauso viel aber, wenn nicht sogar mehr über mich selbst."
  • Oliver Walter
    "Die Atmosphäre innerhalb der Gruppe war ausgezeichnet und die Ausbildung dank vieler Demonstrationen und Übungen lebendig und praxisorientiert."

Akademie

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E-Books

  • Deckblatt Ebook Management 1
  • Deckblatt NLP Practitioner Tagebuch
  • deckblatt nlp allgemein
  • Deckblatt Ebook Feedback
  • Deckblatt Ebook Motivation